Prostitution im Laufe der zeit

Ich bin dem ältesten Gewerbe der Welt nachgegangen. Habe mich für Sex bezahlen lassen, habe mich privat mit Männern getroffen und auch viel Sex ohne finanzielle Gegenleistung gehabt. Da ich mich im Laufe der Jahre viel mit dem Thema beschäftigt habe und öfter mal darüber nachgedacht habe, wie es eigentlich zur Prostitution so wie sie heute ist, gekommen ist.

Geschichtliche Aufzeichnungen gehen zurück bis ins tiefste Mittelalter, in der Prostitution ein legales Gewerbe mit gewissen Auflagen war. So durfte an heiligen Sonntagen kein Freudenhaus geöffnet haben und auch Analverkehr war verboten und wurde bestraft. Die sogenannten Frauenhäuser / Freudenhäuser gab es in jeder Stadt und wurden ausschließlich von Männern geführt. Zwangsprostitution gab es schon damals. Wenn eine Frau nicht wollte, wurde sie durch Abnahme ihrer Besitztümer oder durch Prügel dazu gezwungen. Das gibt es leider heutzutage immer noch, obwohl die Legalisierung der Prostitution und Einstufung als legaler Beruf genau dies verhindern sollte. Das Problem in der Rotlichtbranche ist einfach, dass sehr viele zwielichtige, gewaltbereite und menschenverachtende Gruppierungen, Clans und Personen aktiv sind, die durch das schnelle Geld angelockt, illegale Netzwerke gebildet und Ihre Zonen abgesteckt haben, die sie durch Waffengewalt und Einschüchterungen bis aufs Blut verteidigen.

Gerät eine Frau erstmal in die Fänge dieser Menschenhändler, gibt es kaum noch ein Zurück. Ein Zuhälter kann Sinn machen, ist aber in den meisten Fällen einfach nur ein Abzocker, der skrupelos Frauen ausnimmt und sie an irgendeinen anderen weiterverkauft. Diese Strukturen gab es in den Anfängen der Prostitution sicher noch nicht. Gewalt und Unterdrückung war allerdings schon immer ein wesentliches Merkmal der Branche. Aber auch schon damals gab es selbständige Huren und Wanderhuren, die gänzlich in Eigenregie ihren Lebensunterhalt mit Sex bestritten haben.

Sexarbeit ist heutzutage allerdings deutlich facettenreicher und umfangreicher geworden. Neben klassischen Bordellen gibt es Laufhäuser, Edelbordelle, Swingerclubs, Saunaclubs, Striplokale sowie auch viele kleine privat anschaffende Hobbyhuren, die dank des Internets auf den richtigen Portalen in windeseile tausende von potenziellen Freiern ansprechen können ohne an der Strasse zu stehen.

Sollte man Sex für Geld verbieten?

Es werden immer mal wieder Stimmen lauter, die Prostitution in Gänze verbieten möchten. In einigen streng religiösen Ländern ist es dies auch, allerdings was wirklich hinter verschlossenen Türen und von mächtigen Männern praktiziert wird, kann man sich nur vorstellen. Ich halte ein Verbot für absoluten Quatsch, denn es verhindert in keinster Weise die Ausbeutung und die Gewalt, denn die Situation Sex gegen Geld wird nur in die Illegalität / den Untergrund verbannt. Männer / der Markt verlangt nach Sex, so sind Menschen. Und es wird immer Menschen geben, die dringend Geld brauchen und welche, die es im Überfluss haben. Das bedeutet nicht, dass jeder anschaffen gehen muss, aber Geld für Sex zu nehmen ist nicht verwerflich.

In der Praxis wäre das ganze auch überhaupt nicht kontrollierbar wen wir keinen kompletten Überwachungsstaat möchten und unsere Gerichte nicht überlasten wollen. Wie möchte man es herausfinden, wenn eine Frau sich privat mit einem Mann trifft und im Schlafzimmer ein paar Scheine zugesteckt bekommt um mit ihm Sex zu haben. Richtig: Gar nicht, ob legal oder illegal.

Auch die Abschaffung von Bargeld wird daran nichts ändern, so wie gerne immer propagiert. Selbst wenn alle Zahlungen, sei es im Brodell oder privat bei einer Prostituierten nur noch über zurückverfolgbare Konten und Karten erfolgt, so können Verwendungszwecke beliebig gesetzt werden. Da wird dann halt mal irgendwas verkauft oder eine andere Dienstleistung angegeben. Und nur weil es Münzen und Scheine nicht mehr gibt, heißt es nicht, dass man nicht auch gegen Sachgegenstände tauschen könnte. Silber und Gold gibt es übrigens auch noch. Was ich damit sagen will: Ein Verbot macht überhaupt kein Sinn, denn Nachfrage findet seinen Weg das war schon immer so.

Das man gegen Zwangsprostitution und Ausbeutung vorgehen muss, ist unbestritten. Ich hatte damit zum Glück noch nie etwas zu tun, da ich in seriösen Freudenhäusern gearbeitet habe und meisten privat unterwegs war.

Der gesellschaftliche Status einer Hure hat sich hingegen nie wirklich verändert. Für anderen Frauen sind das alles Schlampen und man bewegt sich am Rande der Gesellschaft. Offen aussprechen, dass man für Geld die Beine breit macht, sollte man besser nicht wenn man sich nicht ins soziale Aus befördern möchte.

Das bin ich

Ich berichte euch, wie es bei meinem ersten Sexdreh vonstatten ging, mit allem Drum und Dran.

    Prostitution im Laufe der Zeit

    Das wohl älteste Gewerbe der Welt hat sich seit Jahrhunderten verändert, ist aber immer noch irgendwie gleich geblieben.